Installation

„SF MODE“ VON LUKAS REHM

1.OG HfG Raum 1A18

Eine spekulative Narration.

Rauminstallation mit 3-Kanal stereoskopischer Videoprojektion / 19 min-, 19 min-, 15 min-Loop

Ausgehend von der global auffindbaren Kulturform des Fadenspiels als Meditation über das -Befinden in einem dynamischen Universum der Interdependenz, führt die Installation untereinander anschlussfähige Phänomene in ein Hypothesenmuster. Von Science-Fiction und der Multispezies Narration (Harraway) zu den Aesop Fabeln, wo beobachtbare Verhaltensweisen von Lebewesen in Analogie geraten zu, als menschen-exklusiv konzipierten, moralischen Verwerflichkeiten. Oder zu Aesops Angeber, dem Pentathleten, der am weitesten springen kann, aber eben nur auf der Vulkaninsel Rhodos und der hier durch eine einsame Auflösung bestraft wird – zum ἰδιώτης, dem Idioten als Privatperson wird. Oder von Aesop zu A$AP. Oder von Science-Fiction zu Teal and Orange, dem heutigen Blockbuster-Standard für das Erzählungen mit dem Anderen. Mit Science-Fact zur Veranschaulichung eines Wurmlochs, wobei die Fehlkalkulation in der dreidimensionalen Animation das komplexere Ergebnis liefert, falscher oder richtiger. Ebenso wie das Modell der Calabi-Yau-Mannigfaltigkeit: eine dreidimensionale Animation basierend auf einem extrudierten Gewebe aus linearer Geometrie (Faden). Hierzu gesellt sich auch die Frage nach den Qualitäten/Beträgen, in denen Zeit zu messen ist, wenn plumpe Nostalgie nicht gefordert wird.

 

„INCIDENCE SERIES“ VON ALEXANDER STUBLIC

„Incidence series“ betont die spezielle Atmosphäre des mit schweren blauen Vorhängen ausgekleideten kleinen Kinosaals „Blauer Salon“. An der Eingangstür werden dem Betrachter 3d Objekte ausgehändigt und die vermeintliche Leinwand des Kinosaals ist durch einen geschlossenen Vorhang ersetzt. Auf zwei Monitoren wird die immersive Qualität des 3d-Videos genutzt, um im normalen 2d-Video eine weitere Schicht entstehen zu lassen. Die Interaktion von Lichtspot und Vorhang erscheint dort als objekthafte Komposition. Durch die 3d-Objekte in der Hand des Betrachters wird dieser stark in die Performance einbezogen. Zusätzlich erzeugt die Tonkomposition von Thomas A. Troge eine emotionale Komponente des seltsam Absurden und hinterfragt die aufgespannten Grenzen und Wahrnehmungen.

Künstler
Alexander Stublic

Tonkomposition
Thomas A. Troge

3d Objekte
Mathias Hauck

Technk
2 Kanal 3d-Video, Ton und Licht synchronisiert, 3d Objekte

 

„EITHER YOU HAVE NO HORSE, OR YOU DON´T KNOW THE WAY...“ VON BENJAMIN BREITKOPF

Donnerstag, 9.10., 21:30, auf dem Dach des Großen Studios der HfG

Ein filmisches Essay für drei Leinwände
3xHD, Farbe, 22 min

Der Essay spielt in der Ukraine des Jahres 2014.
Es geht um Menschen, Mythen,  Land und Erde, um Grenzen und Aufstand, um graben und Grund suchen und Barrikaden. Vor allem aber um den Raum dazwischen.
Eine Assoziation aus Eindrücken, gefundenen Positionen und vorbelastetem Meinungsbild.

trailer: vimeo.com/106760139

 

"SPELL" VON DER ZAPRUDER FILMMAKERSGROUP

Stereoskopische Videoinstallation für die Tele-Vision / 24min-Loop

Wie kann man diese spezielle Bindung nennen, die Menschen in einer Gemeinschaft zusammen hält, dieses Gefühl vom Teilen und Teilnehmen, und diese respektvolle Überlegungen für Dinge und Prinzipien, die als heilig gelten: Bündnisse, Aberglauben, Geheimnisse? Zauber (spell). Spell ist ein blockiertes Ping Pong-Spiel, das nie zu Ende geht. Spell ist eine Mockumentary über die Anbetung an einen Hund mit einem speziellen, hypnotischen Blick.

 

„PLETORA. IL DONO“ VON DER ZAPRUDER FILMMAKERSGROUP

Kammer-Kino / Stereoskopische Videoinstallation / 21 min-Loop

Ein Mann allein in einem Schützengraben. Er versucht alles, um die Leere seiner Gedanken mit Momenten zu ersetzten, in denen sich trotz allem die Tiefe des Himmels vor seinen Augen zu öffnen schien. Aus dem Geschmack einer delikaten Freude heraus wird die Zeit von dem bösen Zauberspruch befreit, unter dem sie gelitten hatte, um sich wieder in der zirkulären Struktur bewegen zu können, die ihre ursprüngliche Begabung war.

Vom periodischen Zeitfluss artikuliert bewegen sich Bilder aus der Fläche heraus und bieten sich als immersive Visionen an, die die Tiefen von Erinnerung ergründen können. Sie dringen ein in ein exklusives Gefilde, das von mythischen Figuren und Relief-Bildern bewohnt wird.

In der Medizin bedeutet Plethora eine exzessive Veränderung in der Blutmasse, Körper gedeihen aufgrund eines übersteigerten Volumen, eines hyper-Volumen. In der Botanik bezeichnet der Begriff die übermäßige Menge von Saft in einer Pflanze. Begabung ist etwas, das wir nicht mit Willenskraft kaufen können. Wann immer sie erfolgreich ist, spricht sie mit Nachdruck zur Seele und berührt uns auf eine unwiderstehliche Art und Weise.

 

e-INSTALLATION - "SYNÄSTHETISCHE DOKUMENTATION" VON MEDIENKUNST VIA TELEPRÄSENZ-TECHNOLOGIEN

Foto: Tanja Meißner / KIT

Das Ausstellen und Konservieren von Medienkunstwerken stellt Museen vor vielerlei Herausforderungen: Medienkunst-Installationen können aufwendig in Wartung und Erhaltung, platzintensiv und schwer aufbaubar sein. So werden viele Medienkunstwerke heute nicht mehr ausgestellt, da Ersatzteile rar sind, die Wartung zu aufwendig oder kostenintensiv ist oder das betreffende Museum schlichtweg nicht den nötigen Platz bieten kann. 

Das Projekt „e-Installation“ begegnet diesen Problemstellungen und macht Kunstwerke zusätzlich ortsunabhängig verfügbar. Es bietet eine Lösung durch die „synästhetische Dokumentation“ des Originals: 3D-Rekonstruktion und Telepräsenz-Technologien ermöglichen ein realitätsnahes Erlebnis von Medienkunstwerken, die man sonst selten zu Gesicht bekommt. Dabei geht es um die Digitalisierung und virtuelle Reinszenierung des Kunstwerks unter Berücksichtigung der Künstlerintention und der Authentizitätskriterien des jeweiligen Werkes.

Die Medienkunstinstallation „Versailles Fountain“  (1993) von Nam June Paik wurde bereits digitalisiert und über ein Telepräsenz-System virtuell so reinszeniert, dass der Betrachter die e-Installation in einer Datenbrille betrachten und durch Gehen und Schauen navigieren kann. 
Im Rahmen des Beyond 3D-Symposiums 2014 wird die Videoskulptur per Datenbrille erfahrbar gemacht. Das Besondere dabei: Da die originale Skulptur derzeit im ZKM ausgestellt ist, können Sie das Original direkt mit dessen e-Installation vergleichen.

e-Installation ist eine Forschungsinitiative des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale und des Lehrstuhl für intelligente Sensor-Aktor-Systeme (ISAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Kooperation mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. Weitere Informationen finden Sie auf http://www.zak.kit.edu/e-Installation.

 

"LIQUID CRYSTAL" VON MISUNG

Wie der Name andeutet, ist LIQUID CRYSTAL (flüssiges Kristall) sowohl statisch als auch dynamisch. Es hat sowohl organische als auch anorganische Eigenschaften. LIQUID CRYSTAL ist ein imaginäres Rohmaterial. Es besteht aus sich endlos bewegenden humanoiden Figuren. Mit diesem Liquid Crystal macht MISUNG verschiedene Objekte wie eine Uhr, eine Vase und einen Globus. Aussehen und Verhalten der humanoiden Figuren geben Informationen über die Objekte preis. Zum Beispiel repräsentiert ein schaukelndes Mädchen das Pendel einer Uhr (Liquid Crystal 17) oder ein Schwarm fliegender Babys den Äquator eines Globusses.

MISUNG ist eine südkoreanische Medienkünstlerin. Nachdem sie an der “Graduate School of Culture Technology” in Kaist, Südkorea, studierte, das auf interdisziplinäre Überschneidungen spezialisiert ist, macht sie sich Gedanken, wie sie die Freien Künste mit Naturwissenschaft verbinden kann. Sie möchte etwas Neues zwischen Wissen und Kunst erschaffen. LIQUID CRYSTAL ist ihr erstes Projekt, an dem sie seit 2009 arbeitet und für das sie bisher vier Preise bekommen hat. 

 

 

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